Problem Schriftsprache

Das Moselfänkische als Schriftsprache

Noch vor nicht allzu langer Zeit hat es das Moselfränkische lediglich als gesprochenes Wort, aber noch nicht als offizielle Schriftsprache gegeben. Es fällt daher nicht nur äußerst schwer, Text auf moselfränkisch zu verfassen, sondern auch zu lesen.

Daher empfiehlt es sich vielleicht, einzelne Texte zweisprachig (moselfränkisch und neuhochdeutsch) wiederzugeben.

Wej eich emoal versejschd hot, klääner Ardeckeln, zum Beispill de Weihnachtsbotschaft nöö Lukas, off platt äam Miarzer „Bleedchin“ zu schreiwen, dö hun dej vun der Redaktion ed oofgeleehnt mäat der Ausriad, dat ed de Leiden halt schwer faale geeng,  hier ääjene Sprooch lesen zu kennen. Als ich einmal versucht hatte, kleinere Artikel, z. B. die Weihnachtsbotschaft nach Lukas, auf platt im Merziger „Bleedchin“ zu veröffentlichen, da haben die  von der Redaktion dies abgelejhnt mit der Ausrede, dat es den Leuten schwer fallen würde, ihre eigene Sprach lesen zu können.

Auch heute noch existiert über das ganze Einzugsgebiet verbreitet keine einheitliche Schriftsprache; es bleibt fraglich, ob es sie bei aller Mühe auch je geben wird. Dennoch sollten wir nicht müde werden, es ständig zu versuchen.

Es liegen bereits einige  Studien zur schriftsprachlichen Fassung des Moselfränkischen vor. Die umfassendste und wissenschaftlich fundierteste  Arbeit ist in dieser Hinsicht u. E. das von Maria BESSE verfasste Britter Wörterbuch, Losheim 2004 (s. auch Rubrik „Tipps“).

 

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