Mai 1950

2. Mai
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz erlässt einen Appell für das Verbot von Atomwaffen.
Das britische Unterhaus beschließt, dass die Insel Helgoland weiter als Bombenübungsziel der Royal Air Force genutzt werden soll.

4. Mai
Der Bundestag in Bonn legt einen Plan fest, nach dem 600 000 Flüchtlinge aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern in andere Bundesländer umgesiedelt werden sollen.

6. Mai
Die Bundesregierung überreicht den Hochkommissaren der westlichen Besatzungsmächte eine Protestnote gegen die im März zwischen Frankreich und dem Saargebiet geschlossenen Verträge.

8. Mai
Die alliierten Hochkommissare veröffentlichen ein Gesetz zur Verhinderung der deutschen Wiederaufrüstung.

9. Mai
Frankreich präsentiert den sog. Schumanplan, nach dem die französische und deutsch Kohle- und Stahlproduktion einer gemeinsamen Behörde unterstellt werden.

16. Mai
Der Landtag von Rheinland-Pfalz beschließt die Verlegung der Landeshauptstadt von Koblenz nach Mainz.

20. Mai
Im Karl-Rauch-Verlag erscheint die deutsche Übersetzung des Buches “Der kleine Prinz” von Antoine de Saint-Exupéry, das zuerst 1943 veröffentlicht wurde.

21. Mai
78 Bergleute kommen bei einer Schlagwetterexplosion auf der Zeche Dahlbusch in Gelsenkirchen-Rotthausen ums Leben.

22. Mai
Der Oberste Gerichtshof der Südafrikanischen Union erklärt die Vorschriften über die Rassentrennung, die von der Regierung Daniel Malan erlassen wurden, für ungesetzlich.

24. Mai
In einem Brief an Bundeskanzler Konrad Adenauer sprechen sich die alliierten Hochkommissare gegen das Wiederaufleben des Deutschen Turnerbundes aus, weil dessen Name eng mit dem Nationalsozialismus verknüpft sei. Die Gründung einer bundesdeutschen Sportorganisation wird dagegen grundsätzlich befürwortet.

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