Folge 20: Mittagspause unter der Pont Neuf

im wind

der möwe stillstand
über mir im wind
ganz nah der hand
ihr goldgesprenkeltes
gefieder
die berührung scheuend
deutet stumm an
wo ich hingehöre
ich
der einen augenblick
lang sie beneidete
um ihren standpunkt
windgetragen frei

Rudolf Kammer, gezeiten, p. 37

Nach Notre Dame, unserer lieben Frau von Paris, meldet sich der Hunger. Um Mittag zu machen, sind wir an der Pont Neuf die Treppen zum Seinequai hinunter gestiegen. Auf der Ile Saint Louis, dieser anheimelnden Altstadtinsel, hatten wir zuvor etwas eingekauft, nur eine `casse croute´, wie man hier sagt: eine große baguette, etwas Butter, jeder zwei Scheiben gekochten Schinken, ein Pfund Tomaten, die sind ja hier so billig, auch zwei Birnen dazu. Ja, hier gibt’s um diese Zeit schon reife Birnen. Zum Trinken begnügen wir uns mit dem Wasser aus dem Drehbrunnen am Kai.

Beeindruckend, die Kulisse, die sich hier unten am Ufer der Seine, dem Standort unserer Mahlzeit darbietet:
Vor uns der alte Treidelweg, dann der Fluß, der hier gespalten erscheint durch die Spitze der ´Ile de la Cité´. Ein Blick herüber genügt, um zu wissen, dass in der Hauptstadt der Verkehr sich nicht nur auf den Straßen abwickelt. Die Wasserstraße ist gleichermaßen eine Hauptschlagader der Metropole, ebenfalls sehr belebt, in beide Richtungen mit Dampfschiffen, Schleppkähnen und kleineren Booten der verschiedensten Art und der unterschiedlichsten Ladung. Paris ist eben nicht nur eine Stadt, die bewundert, sondern auch versorgt werden will.

Ab und zu saust auch ein schnittiges Motorboot vorbei. Drüben auf der linken Uferseite baut sich die andere Kaimauer auf. Passanten eilen dahinter auf einer Linie scheinbar wie in einem Puppentheater hin und her, da, durch die Mauer halb verdeckt, nur die Oberkörper zu sehen sind. Und unmittelbar daneben auf der breiten Uferstraße wieder der rauschende Autoverkehr, der offenbar keine Mittagspause kennt.

Kaum dass wir auf einer Bank Platz genommen und unser Mittagsbrot ausgepackt haben, bekommen wir Gesellschaft: zwei Stadtstreicher, `Clochards´ nennt man sie hier, zerlumpt, bärtig, vom Hut bis zu den Lumpen an den Füßen, einmalig originell. Wie sie auf unserer Höhe sind, schauen sie uns sichtlich erstaunt, wenn nicht sogar vorwurfsvoll an, so als hätten wir ihren Platz eingenommen.

Der eine spricht uns mit heiserer Stimme an, mit einer Sprache, die uns nicht nur wegen der großen Zahnlücken in dessen Mund so schwer verständlich erscheint. Beide sind aber in allem recht freundlich, wirken keineswegs gefährlich auf uns.

Rudi und ich, wir rücken ganz dicht auf unserer Bank zusammen, um Platz zu machen. Aber die beiden winken ab; sie packen alte Zeitungen aus ihrer Manteltaschen, breiten sie dicht an der Kaimauer aus und nehmen darauf Platz, mit dem Rücken an der Mauer angelehnt, die Beine ganz nach vorne ausgestreckt. Nach einer Weile winken sie uns zu sich: Sie wollen ein kleines Geschäft mit uns machen, haben heute noch nichts Festes im Bauch; bitten um ein Stück von der >casse croute<. Dafür bieten sie uns einen Schluck aus ihrer Pulle an.

Wie wir, gründlich ausgeruht, wieder die Treppen hochsteigen und über die Brücke gehen, schauen wir noch einmal zu den beiden hinunter. Die aber richten sich unter sichtlichen Mühen gänzlich auf und winken uns mit beiden gestreckten Armen kräftig zu, wobei ihre zerlumpten Knie jedesmal mächtig mitschwingen. Wir winken zurück, bleiben noch eine Weile über die Brückenmauer gelehnt und schauen dem munteren Treiben auf, neben und über der Seine von oben zu.

Richtig gesehen, denn auch über der Seine ist eifriges Leben. Zahlreiche Vögel ziehen über die Wasserstraße geschäftig hinweg. Beim näheren Hinsehen machen wir eine erstaunliche Entdeckung: Es schwirren hier nicht nur Tauben und Schwalben auf und ab; über uns kreisen auch kleinere Schwärme von Möwen, richtige Seemöwen! Sie sind offenbar den Schiffen bis hier her gefolgt, die vom Atlantik kommen, die Seine aufwärts.

Da muß man nach Paris kommen, um erstmals in seinem Leben den Flug der Seemöwen zu bewundern!

Auf unserm weiteren Weg folgen wir der Seine abwärts auf dem linken Ufer. Und gleich hier oben auf der dicken Kaimauer treffen wir auf eine weitere Kuriosität: die Pariser Bouquinisten. In einer schier unendlichen Schlange ist hier ein Holzkasten an den andern gereiht. In ihrer trapezartigen Form sehen sie aus wir riesige Schreibpulte mit aufgestelltem Deckel und unzähligen Büchern darin.

Wie Rudi die kuriosen Kastenbuchläden entdeckt, geht er forsch mit beschleunigtem Schritt darauf zu. Hier kann man sich für ein paar Centimes mit Literatur der unterschiedlichsten Gattungen und Richtungen eindecken. Doch wir können uns auf unserm heutigen Tagesmarsch damit nicht noch zusätzlich belasten; wir müssen uns mit dem bloßen Staunen und Stöbern, mit einem kurzen Probeschmökern begnügen.

Aber Rudi kann es schließlich doch nicht lassen, von dieser längsten Buchhandlung der Welt wegzugehen, ohne ein bleibendes Andenken mitzunehmen. Er hält mir zwei kleine Handbüchlein vor und fragt mich, für welches er sich entscheiden soll:
-„Was Altes oder was Neues?“

Das eine ist ein kleines Bändchen mit Gedichten von Petrarca; das andere, ebenso handlich, ist ein Roman oder eine Novelle mit dem Titel: `L´Étranger von einem gewissen Albert Camus.

Inzwischen habe auch ich in dem Lastenladen nebenan ein wenig gestöbert. Hier hat es auch englische Literatur und sogar deutschsprachiges Schrifttum. Ich blättere in einer alten, reichlich vergilbten Berliner Illustrierten mit aufmarschierenden Soldaten auf der Titelseite und viel Kriegsgetümmel aus dem Ersten Weltkrieg auf den andern Blättern. In dem Augenblick, in dem Rudi mich anspricht, halte ich gerade ein Büchlein in der Hand, dessen im Jugendstil bemalter Einband mich besonders angesprochen hat. Doch bevor ich es aufschlage und hinein schaue, sage ich zu Rudi:
-„Da ich nur mal etwas von Petrarca gehört habe, den andern Autor aber nicht kenne, schlage ich vor, den alten italienischen Dichter zu nehmen.“

Rudi aber, nachdem er ein wenig in dem andern Büchlein geblättert hat, meint schließlich:
-„Weißt du was, ich nehme beide, auch den `Ausländer´. Wahrscheinlich har ihn der Titel gereizt und die Sache auf uns bezogen; sind wir doch auch `étrangers, Ausländer und Fremdlinge hier in Frankreich.
Ich bin zwar kein solch leidenschaftlicher Büchernarr wie Rudi, will aber hier ihm nicht nachstehen; schließlich werden auch diese Unkosten aus der gemeinsamen Kasse bezahlt. Ich nehme also das Exemplar, das ich immer noch in Händen halte, und da Rudi zwei genommen hat, suche ich nicht mehr lange weiter, sondern nehme das erst beste kleine Taschenbuch, das man gut in die hintere Hosentasche stecken kann, noch dazu.

Wie wir danach am Seineufer weiter flußabwärts schlendern, ein jeder in seine neue geistige Errungenschaft vertieft, greift sich Rudi auf einmal eines meiner beiden Bücher, das mit den rankenden Blumen auf dem Deckel und sagt:
-„Zeig mal her, was hast du dir denn ausgesucht?

Am unteren Rand des Deckels ist zu lesen:
„ André Gide, La Sinfonie pastorale „

Rudi schaut ein wenig nachdenklich und sagt dann:
-„Oh, sieh einer an, der Gide! Wenn ich mich recht erinnere, hat der Autor vor zwei, drei Jahren den Nobelpreis für Literatur erhalten. – Und du glaubst, dein Französisch reicht schon aus, um einen Nobelpreisträger zu verstehen?“
-„Ich habe also ein würdiges Andenken an Paris erwischt und an unsere Fahrt, deren `Sinfonie pastorale´ wir nie vergessen sollten. Irgendwann werde ich es ohne Schwierigkeiten lesen können.“

Das zweite Büchlien trägt den Titel: >Les petits enfants du Bon Dieu<.
Rudi schaut sich auch diesen Titel genau an und meint:
-„Da haben wir ja beide zusammen, was wir brauchen: Einerseits sind wir hier die Ausländer, die Fremdlinge; andererseits aber auch die Kinder des lieben Gott in Frankreich!“

Wir stecken also unser „Andenken“ in meinen kleinen Rucksack und gehen nunmehr etwas zügiger unser nächstes Tagesziel an, den Eiffelturm.Eifelturm

Und zu dem ist noch ein gutes Stück Weg. Zumal wir beide geneigt sind, einmal ich, das andere Mal Rudi, bei jedem weiteren Streckenstück immer wieder anzuhalten, zu schauen und zu staunen. Alles scheint anders zu sein in dieser Stadt, die mächtigen Wohnhäuser, im Durchschnitt fünf- sechsstöckig, oben mit bizarr aufgesetzten Blechdachmansarden und parterre mit schönen Geschäften und einladenden Bistros. Auch hier sitzen die Menschen draußen auf den teils breiten, teils aber auch engen Trottoirs und nehmen den abendlichen Apéritif.

Aus der Ferne entdecken wir zwei weitere imposante Pariser Paläste: drüben auf der rechten Seineseite das >Grand Palais<, hochmodern in kühner Runddach- und Kuppelkonstruktion und ihm gegenüber das >Petit Palais<, ein wirkliches Kleinod, ein Steinbau unten und darüber auch ein Kuppelbau modernster Konstruktion.

Und dann endlich nach langem Wege der Eiffelturm. Obwohl uns von den Fotos her in seiner Gestalt längst bekannt, können wir nur noch staunen: von unten bis oben ein einziges Stahlgerüst, ein wirkliches Weltwunder menschlicher Baukunst, Kühnheit und Technik. Wie gerne würden wir hinauf, dem Himmel über ganz Paris nahe sein. Aber zum Treppensteigen sind wir zu müde, und zum Hinauffahren zu geizig. Auch rinnt uns auf dem weiten Weg, den wir noch vor uns haben, die Zeit dahin. Die Füße beginnen zu schmerzen; sind sie doch seit einiger Zeit nur mehr das Pedaltreten gewöhnt.
Ich schlage vor, von hier aus direkt mit der Metro zurück zur Jugendherberge zu fahren; doch Rudi setzt sich mit dem Wunsch durch, an der Station `Concorde´ auszusteigen, um noch einmal im Lichterschein des Abends die Champs Elysées hinaufzuschlendern.
– „Dann laß uns doch für diese kürzere Strecke lieber einen der blaugelben Straßenbusse nehmen!“

Die Pariser Omnibusse machen einen etwas schwerfälligen Eindruck, sind schon älteren Datums, aber sehr gemütlich und praktisch. Nach hinten haben sie eine offene Plattform, auf die man noch aufspringen kann, wenn das etwas träge Vehikel längst schon losgefahren ist.

Also sind wir wieder auf das rechte Seineufer zur nächsten Busstation gewechselt und stehen also jetzt mit anderen Fahrgästen dicht gedrängt auf einer solchen Plattform und lassen uns hinüber zur den `Champs´ fahren. Eine solche Busfahrt ist zwar längst nicht so schnell wie die der Metro, dafür aber können wir sehen, wo´s lang geht und in der Dämmerung das sonnabendliche Paris bewundern.

Wie wir kurz vor der Place de la Concorde aussteigen, einen Moment auf dem Bürgersteig stehen bleiben und die frische Abendluft in uns einsaugen, hat sich hier das Gesamtbild gegenüber dem von heute morgen stark verändert, denn noch bevor die Dunkelheit ganz auf diese Stadt herein fällt, sind alle Hauptstraßen und Großplätze, alle Gehwege und Bürgersteige in ein einziges, riesiges Lichtermeer eingetaucht, unzählig mal erzeugt durch die vielen Leuchten und Lampen aus den großen Fenstern der oberen Wohnungen, aus den Schaufenstern der Kaufhäuser und Decken- und Tischlampen der Bistros und Cafés. Hinzu kommt das anheimelnde Licht der unzähligen Laternen auf den Promenaden, und hinzu kommt vor allem mitten auf der erhellten Prachtstraße das gleißende Fließlicht aus den tausenden von Autoscheinwerfern, das sich wie ein einziger, riesiger Glutstrom unaufhörlich zwischen der Concorde und dem Etoile ergießt…

Hier, in dieser Weltstadt, die keinen Mangel und keine Not zu kennen scheint, wird die nächtliche Dunkelheit nur als Kulisse im Hintergrund bemerkt; Paris bei Nacht, ein einziges Lichtermeer! Obwohl wir rechtschaffen müde sind, genießen wir die nie zuvor erlebte Atmosphäre.

Mir scheint, dass überall, auf den Promenaden, den Bürgersteigen, vor und in den weit geöffneten Lokalen, am Eingang der riesigen Kinopaläste noch weit quirligeres Leben herrscht als am Vormittag. Diese Pariser Nacht ist eine wohlige Sommernacht, und es ist Wochenende dazu, da hält es den Pariser nicht mehr daheim, da geht er eben aus.

Aber auch die Pariserinnen sind nicht minder zahlreich in diesem nächtlichen Weltbild vertreten. Welche Lässigkeit des Auftretens, welche Geschmeidigkeit in ihren Körperbewegungen, welche Eleganz und welchen Charme sie dabei verbreiten. Es ist eine Augenweide ihrer bloßen Erscheinung, ihren Bewegungen und Haltungen zuzuschauen. Und wir genießen es auch reichlich, diesen hübschen Pariser Frauen nachschauen; wir bewundern ihren Gang, wie sie so leichtfüßig daher flanieren; wir sind erstaunt über diese lässige Pose, die sie mit natürlicher Noblesse einnehmen, sind fasziniert, wenn sie sich mit heiterem Lächeln ihren Partnern gegenüber in die Rohrstuhlfauteuils vor den Cafés und Bars niederlassen, sich anmutig zurücklehnen und auch etwas verführerisch ihre schlanken, entblößten Beine ausstrecken, wenn sie graziös nach dem vor ihnen stehenden Röhrenglas greifen und den Strohalm darin zum rot geschminkten Munde führen.

Dieses Volk scheint nichts anderes zu tun zu haben, als bloß da zu sitzen, lächelnd, plaudernd, gestikulierend, trinkend, rauchend und sich um nichts anderes auf der Welt zu kümmern, nicht einmal um die vielen Passanten vor ihren Füßen und die blinkenden und hupenden Autos auf der vor ihnen liegenden Prachtstraße.

Auf dem halben Weg über diese so taghell erleuchteten Champs Elysées stoßen wir auf einen philosophierenden Snob, einen adligen Dreiviertelverrückten, etwa dreißigjährig, ziemlich gut und bereitwillig deutsch sprechend. Mir fällt unser Sprachproblem vom Vormittag wieder ein, und ich frage ihn, warum die Champs Élysées weiblich sind und nicht männlich wie `le champ´ . Prompt hat er die Erklärung parat:
-„Alors, `les champs´, also das Wort `das Feld´ im Plural, hat im übertragenen Sinne auch die poetische Bedeutung von `die Fluren´ oder die `Gefilde´. Und dann ist dieser Pluralbegriff weiblich!“

Am Arc de Triomphe , wo wir uns von unserm Gelehrten verabschieden und wieder in die Metro steigen wollen, lädt uns der Franzose mit dem fließenden Deutsch auf ein Bier ein; es werden zwei, drei und mehr. Die Rede ist von Leben und Tod, von Gott und der Welt, von Franzosen und Deutschen, von Kriegsverbrechern und armen unschuldigen Schweinen auf beiden Seiten, auf der einen vielleicht mehr, auf der andern genau so viel…

Dann endlich aber hat uns die Metro wieder. Wir beide stehen uns in der rasant durch die der dunkle Röhre dahinsausenden Bahn stumm gegenüber. Jeder ist hinreichend mit den eigenen Gedanken und den vielen, vielen Eindrücken beschäftigt:
Wie im Flug, so ist dieser Welttag nur so dahingerauscht, und noch haben wir bei weitem nicht alle wichtigen Sehenswürdigkeiten besucht. Aber die Eindrücke, die Begegnungen und die Freude zählen.

In der Herberge sind wieder die Holländer da und sprechen uns an. Einer von ihnen erklärt, er sei länger in Luxemburg gewesen und macht uns klar, dass wir keine Luxemburger seien, sondern Deutsche mit einem dem Luxemburgischen ähnelnden Dialekt und Akzent. Wir geben uns als „Sarrois“, also Saarländer zu erkennen und weisen darauf hin, dass das Saarland seit Kriegsende von Deutschland abgetrennt, wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen ist und mit dem Teil, in dem wir beide wohnen, unmittelbar an das Herzogtum Luxemburg angrenzt.

Wir merken, dass die Gruppe nunmehr sich weit weniger angriffslustig gibt und bereit ist, mit uns zu reden. Sie sprechen uns auf französisch an und wollen allerhand wissen: ob wir auch in der Hitlerjugend gewesen wären, ob wir von den KZ´s gewusst hätten und was wir von den Verbrechen der Nazis halten. Von unserer Seite ist Rudi, der das bessere Französisch von uns beiden spricht, der Wortführer. Einer der holländischen Jungs hat inzwischen eine Flasche Rotwein aufgemacht und reicht sie zum Schlucknehmen rum, bis sie leer ist. Der Geschmack ist erträglich, aber das Symbol ist uns wichtiger.

Mitten in der nunmehr freundschaftlich ablaufenden Begegnung kommt doch noch jemand, der sich als der zuständige Herbergsvater bekannt macht und uns unterbricht: Wir müssen zum Übernachten in ein anderes Zimmer; es muß zusammengerückt werden, denn 30 junge Engländerinnen sind auf einmal hinzugekommen.
Züchtig wie Internatsschülerinnen gehen die einheitlich gekleideten Töchter Großbritanniens an unserm Tagesraum vorbei, summen ein vielstimmiges, aber kaum verständliches Englisch vor sich hin und werfen flüchtige Blicke zu uns herein.

Rudi und ich, wir schauen uns fragend an; aber die Mädels von der Insel sind den restlichen Abend zu sehr mit sich selbst beschäftigt und wir zu müde, um auch mit ihnen ins Wort zu kommen.

© Rudolf Engel, 2015

Zu Folge 21

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