K

ABCDEF GH I/J KL MN/OP/QRST/UV/WX/YZ

Redewendungen

Kää: Kää Merchinger well e Mierzer leiden.
Kaneincherskaschten: Dau kannsch ejscht spille gejn, wenn de de Kaneincherskaschten ausgemescht häscht.
Katzeschwanz: Mir huin oas de Fengern wond  geschafft, wenn ed drem gang äas, jeed Frejjoahr de Katzeschanz aus ´m Krombernsteck rauszeroppen.
De Kiehr grejn:             Den Trepes drelles loo, wenn denn um saufen äas, dann grejt denn nie mej de Kiehr.
Klaaken: Wenn de wei net stell bescht, dann klaaken eich dir noch ääan!

Begriffe

kää kein
Käand  pl. Käanner Kind
Käandcherszocker Bobons, die nach der Taufe von Pate und Patin unter die Dorfkinder geworfen wurden (vgl. Kamelle in Köln)
Käddi auch Kättchen, Katharina
Kalkuawen Kalkofen, Gewann in Brotdorf
kälzen Kühle auf der Haut empfinden
Kaneincherskaschten Kaninchenstall
Kaneinchin Kaninchen
käppen köpfen
Kappes 1. Kohl (meist Weißkohl) 2. Fig. Unsinn (reden)
Kappeskopp Kohlkopf, auch Schimpfwort für Blödmann
Kappestiertich Kartoffelpurée mit Sauerkraut gemischt und einem Stück Dürrfleisch darin
Karbit umgsprl. für den Alkoholgehalt (z. B. beim Viez)
Kassroll Topf mit Stiel, frz. casserole
Kätt Katharina
Katterwang Quatre Vents, (Vier Winde)  Flurbezeichnung in Wallerfangen, Beckingen (gesehen auch oben auf der Zaberner Steige)
Katzeschwanz Zinnkraut
Kaul Mulde, Grube, Senke
Kautsch Couch
Keesschmier Butterbrot mit Käse, Quark
Keilchin 1. Käulchen, 2. Nacken, syn. Krejwel
keimen 1. keimen, 2. (wehe-)klagen, syn. glöhen
keimsen klagen, abgeschwächt
Kenn Kinn
Kerfisch Friedhof
Kerrelschjin kleiner Karren, Handwagen (syn. Weenschin)
Kiarz f. Kerze
Kichtchin „Krustchen“ – das Ende vom Brot
Kiddel Kittel, Jacke
Kiddelsack Kitteltasche
Kiddelschierz Schürze, geschlossen, mit halblangen Ärmeln
Kiehr Kehre
Kinnigsdaach Drei-Königs-Tag
Kinnisch König
Kittschin Gefängnis
Kiwwer Kiefer
klaaken die Peitsche knallen, frz. Claquer; (auch für ohrfeigen)
Klänsch 1. Türklinke, 2. Spitzname für die Merzig-Büschfelder Eisenbahn
Kleckerwaasser eigtl. Klickerwasser für Sprudel, Limonade (im Flaschenhals befand sich eine Glaskugel)
Klejsteck Kleefeld
Klepperjongen Raspeljongen (3 letzten Tage der Karwoche, weil die Glocken verstummen)
Klobbätsch 1 Geisel, Stock mit Riemen 2. Fastnachtklatsche
klööen klagen
Kluawen m. 1. Stift in der Radnabe, 2. Grobe, große Tabackspfeife
knaa ´en kauen
knaatschen jammern
Knechtchin hie und da mal picken, frz. picorer Knechtchen, Kosewort für artige Kinder
kneckisch geizig
kneschpeln ein wenig essen, knabbern,
Knierdel f Knödel, Köttel Päardsknierdel
Kniessin Anfang und Ende des Brotlaibs
knoddelisch unordentlich; Figur: klein, dick
knoddeln uneffeftiv arbeiten, „wurschteln“, frz. bricoler
Knoscht Schmutz, Dreck
knoschtisch schmutzig, dreckig
Knuat Knoten
knuddeln ein Kind liebevoll an sich drücken
Knuppen 1. Knäuel, Batzen, Stück; 2. dopellter Schnaps
Koarscht zwei- oder dreizinkige Harke
koddern Rachenschleim heraushusten; fig. Unsinn stammeln
Köder Kater
Kollerer plumper Herummacher
kollern poltern, ungeschickt handeln
Komb Wassertrog s. frz combe talkessel , Becken, große Schüssel; Waschbecken; Vgl Katakomben einst vor den Häusern zum Waschen und auffangen des Regenwassers
Komedie hier: Lärm, (unnötiger) Aufwand, frz. Comédie
kommod bequem; frz.: commode
Konzidengs Mamelade, verballhornte Eindeutschung des französischen Worts Confiture
Koob, Kuab Rabe
Kööf spreuartiges Gemisch aus Stroh- und Ährenteilen als Abfallprodukt beim Korndreschen
Körref Korb
Koscht (Brot) Kruste
Kräächelcher Reibekuchen, Kartoffelpuffer
Kräand  m. Schorf, Ausschlag auf dem Kopf
Kräandscherwel wörtl. Schorfscherbe, Jammerlappen; N. BESSE: wahrscheinlich, weil ganz früher der Kopfschorf mit einer Scheibe abgeschabt wurde
krääschen schreien
Kräässee Kreissäge
krangeln weinen, klagen, jammern
Kränk ugsprl. für. Krankheit
Krätzchin Käppi der einfachen Soldaten und der Blitzmädels in Form eines Schiffchen
krauden Grünfutter für Kleinvieh an Feldrainen und Straßenrändern rupfen; (bei BESSE, S.194): Unkraut mit der Hand ausreißen
Krauder fig. Krämerseele, eigtl. Kraudrupfer
Kreet f Schlucht, Graben
Kreidchi-riehr-mich-net-un Kräutchenrührmichnichtan; Weichling, zartes Wesen syn. = Schödläädchin)
kreilich  schrecklich
kreischen Weinen, syn. pinzen (nhdt. kreischen heißt: kräächen)
Krejbank Nach BergerOma: Eckbank unter dem Regal mit den Krügen; nach BESSE, S. 196: Regal für Krüge, Töpfe
Krejer Krieger
krejn kriegen, bekommen
Krejw pl. Krejwen Krieben (ausgelassenes Bauchfett)
Krejwel 1.Nacken, syn. Leiskaul 2. nach KREMER (s. Bildchronik (II) auch Ortsteil von Brotdorf(Krähwinkel?)
Kremmes derber Stock, Prügel
Kreppschin Weihnachtskrippe
kreulich hässlich
krombeln Textil: Falten schlagen; adj. krompelisch
Kromber f. Krummbeere, Kartoffel
Krombernräafen Kartoffelraffen
Kroomert   m. Heu der 2. Ernte
Kroopert kleiner Frechdachs, kleines Kind
Kroppsack  m. Bengel, kleines Kind
krotzelisch verkümmert, klein geblieben
Krotzen Krutzen s. Appelkrotz
Kroùw Krug
Krunnen Kranen, Wasserhahn
Kruwwelskopp Lockenkopf
Kuab Krähe; Sbr. Koob (s. Kobenhütte) fgrz corbeau
Kuar 1. Kur, 2. Korn, auch Sammelbegriff für Roggen als Brotdorfer Grundgetreide
Kuarkaaschten Kornkasten, aus Garben zum Trocknen zusammengestellt
Kuarscht Kruste, Brotrinde
kujonieren belästigen, „anmachen“; frz. Les couilles = Hoden
Kulang  f. Rinnstein; (frz. le coulant =das Fließende, der Ausläufer)
Kundel Dachrinne
Kuscht Kruste
Kusseng Kusin
Kussengesch Kusine

a-z

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